Kinder in Kenia erhalten Mäppchen und Stifte von Stifte stiften

40 gefüllte Mäppchen für Schülerinnen und Schüler sind in Kenia im Einsatz. Die Mäppchen haben schon die Hälfte des Schuljahrs hinter sich gebracht und freuen sich auf die Ferien.

Mambo? Alles klar? Poa tu. Alles cool.

 Wie Ihr Euch vielleicht noch erinnert, haben wir Anfang des Jahres einen Aufruf gestartet, dass wir Schulmäppchen für die Schüler in Kenia benötigen. Schon im Mail wurden alle Mäppchen durch Mitglieder des Vereins Förderkreis Kenia direkt an die Kinder verteilt.

Schaut selbst, wie viel Freude die Mäppchen und Stifte gebracht haben.

Schule in Kenia

Kenia liegt in Ostafrika. Früher nannte man das Land „Perle Afrikas“, weil die Landschaften so vielfältig sind. Es gibt die Küstenregionen am Indischen Ozean, die Savannen, Seenregionen und Bergwelten. In Kenia leben rund 47.700.000 Einwohner.

Kindergarten mit 3 Jahren

Mit 3 Jahren geht es für kenianische Kinder in den Kindergarten. Schon hier fangen die meisten Kinder an zu lernen. Beispielsweise Englisch. Nach und nach kommen Rechnen, Schreiben, Lesen und Umwelterziehung hinzu. Während in Deutschland im Kindergarten viel gespielt wird, fangen die Kleinen in Kenia bereits mit Lernen und einem festen Stundenplan an.

Grundschule mit 6 Jahren

Mit 6 Jahren gehen die Kinder dann acht Jahre lang in die Grundschule (Primary School). Das Schuljahr in Kenia startet im Januar und endet im November. Ein Schuljahr selbst ist in Abschnitte (Terms) von je drei Monaten aufgeteilt. Dazwischen ist immer in Monat Ferien. Am Ende jedes Terms schreiben die Schüler einen Test. Schulbeginn ist meist 7:30 und geht bis 16:00 Uhr. Danach stehen auf für die kenianischen Schüler noch Hausaufgaben an.

Kosten für Schulmaterial

Offiziell ist seit 2003 der Gundschulbesuch in Kenia kostenlos. Acht Jahre können dann die Kinder in die Schule gehen. Jedoch tun das wenige. Denn obwohl der Schulbesuch der Grundschule frei ist, können sich Familien die Schuluniform, Bücher oder Hefte und Stifte nicht leisten. Somit ist kein Schulbesuch der Kinder möglich.

Umso wertvoller die Stifte aus Deutschland. Denn Eltern in Kenia legen sehr viel Wert auf Ausbildung ihrer Kinder. Die ein oder andere Familie verschuldet sich sogar dafür. Gut, wenn Schulmaterial aus Spenden kommen.

Die Ausstattung

Die Schulen selbst sind in der Regel schlecht ausgestattet. Und wir sprechen hier nicht von Beamer oder WLan. Manche Schulen haben nicht einmal Tische oder Bänke, auf denen die Kinder sitzen und schreiben können. Lehrer sind schlecht ausgebildet. Auf zu wenig Lehrer kommen zu viele Kinder. Oft unterrichtet ein Lehrer bis an die 100 Schüler in einer Klasse.

Eltern, die es sich leisten können, schicken ihre Kinder auf eine Privatschule. Denn wer in die Sekundarschule möchte, braucht gute Noten. Privatschulen sind meist besser ausgestattet, ebenfalls die Lehrer. Die Schüler bestehen dadurch die Prüfungen und können, sofern finanzielle Mittel vorhanden sind, die Oberstufe besuchen.

Secondary School und College

Nach der achten Klasse der Primary School geht es in die freiwillige weiterführende Schule (Secondary School). Diese dauert 4 Jahre. Fächer wie Französisch und Deutsch kommen als Fremdsprache hinzu.  Wer dann alle Prüfungen bestanden hat, kann 4 Jahre lang an der Hochschule (University / College) studieren.

Diese Sekundarschulen kosten Geld. 1 Euro am Tag. Das hört sich wenig an. Jedoch haben viele Familien weniger als 1 Euro pro Tag zum Leben. Dann ist das eine Menge.

Stifte und Papier für Kenia

Baadaye. Bis später.

 Im Februar 2019 schicken wir wieder 40 gefüllte Mäppchen mit Verantwortlichen des Förderverein Kenias zu Kindern in Kenia. Wir freuen uns, dass wir den Schülern helfen können und durch das gespendeten Stifte und Schulmaterial den Schulbesuch erleichtern können.

Ihr seht: Eure Stifte sind sehr wertvoll. Dort wo Geld für das alltägliche Überleben fehlt, ist ein Stift für diese Kinder mehr als der reine Materialwert.